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A.

Dienstag, 25. September 2012

she loves you- yeah! yeah! yeah!

Nun bin ich schon mehr als eine Woche weg! Wo bleibt nur die Zeit.

Eine der Besonderheiten an London war für mich immer der musikalische, kreative und künstlerische Teil, der aus allen Ecken und Enden der Stadt zu sprießen scheint. Ein Konzert nach dem anderen, besondere Cafés und Restaurants und vor allem Theater und Museen. 
Teil Eins meiner Kreativ-Erkundungstour bildete deshalb am Freitag die Abbey Road. 
Ja, die Straße mit diesem Zebrastreifen. Ja, die Beatels. 
Musikgeschichte! Episch.

Abbey road.
(Thx to this website for the pic!)
Trotz leichten Nieselregens fand ich eine Schar Touristen vor dem Überweg, hin- und herlaufend, sich fotografierend und die Beatels imitierend - ich habe mich in einiger Entfernung hingestellt und dem Treiben zugesehen. Die armen Autofahrer... 

Die Scharen!

Die berühmten Abbey Road Studios, in denen auch immer wieder wundervolle Livekonzerte aufgenommen werden, sind durch einen Mauerzaun eingegrenzt, wie oben beim Beatles-Bild auch schon hinter dem weißen Käfer erkennbar ist. Diese Mauer bzw. alles sich in Sichtweite befindende Beschreibbare ist vollgekrizelt, aber vor allem mit Beatles-Songtexten.

She loves you - yeah! yeah! yeah!


Freitag Abend war ich in Shoreditch unterwegs, Bars erkundet und London auf seine Tanzbarkeit getestet - abgenommen! Es war eine wunderbare und vor allem lustige Nacht, ebenso wie Sonntag. Die Nacht ist klar und bunt und tut gut!

Um nicht wieder zu detailliert abzuschweifen, hier nun auch ein paar alltäglichere, in meiner Empfindung negative Dinge, die hier anscheinend als selbstverständlich hingenommen werden. Für mich ist dies vor allem die permanente Videoüberwachung. An Aufzeichnungen in öffentlichen Räumen wie zB auf Sbahnstationen sind wir ja auch in Deutschland gewöhnt, aber hier sind wirklich jeder Eingang, die meisten Teile des Campus, Bars, Käsetheken und selbst einfache unscheinbare Bürgersteige überwacht. Entziehen kann man sich dem nicht, denn die Schilder sind dort angebracht, wo man schon in Blickfeld der Kamera steht. Doch es wird so dargestellt, als wäre es besonders gut, alles zu überwachen - in Bussen und an Haltestellen sind Plakate angebracht, auf denen erklärt wird, dass die Überwachung zur Kriminalitätseindämmung eingesetzt wird und schon sehr viel genützt hat. Da werden dann einige Prozente umhergeworfen und Familien mit Kindern abgebildet und schon ist die Sache erledigt.Im Augenblick halte ich das noch für sehr fragwürdig. 

Käsetheke. Unsicheres Umfeld, definitiv!

Ein Foyer an meiner Uni, in dem allerdings auch einige öffentliche PCs stehen. 


Hier gleich zwei Kameras auf einem Bild!
Das ist übrigens The Shoreditch, meine neue Lieblingskneipe mit der besten Happy Hour Londons! 

 Nun aber zum aller wichtigsten Punkt der ganzen Geschichte: Heute war das erste Mal richtig Uni! Und ich mochte es unglaublich sehr! Die Seminargruppen sind nur in einem Umfang von 8-10 Personen und in Seminarräumen an ovalen Tischen, was eine konstruktive Diskussions- und Lernatmosphäre schafft. Das gefällt mir sehr gut. Die Dozenten können natürlich auch alle deutsch, aber die Classes finden trotzdem auf englisch statt - äußerst spannend für mich! 
Außerdem ist die ganze Umgebung sehr familiär, herzlich und offen. Das gibt es in Potsdam nur selten in solchem Maße. Auch die Inhalte der drei Kurse von heute klingen vielversprechend; einiges hatte ich auf jeden Fall schon im ersten Semester (bei Latte Macchiato!! :-D ), aber ich denke ein wenig Phonetik, Phonologie, Morphologie, velar, glottal, palatal-Gequatsche schadet nicht. Wiederholung ist die Mutter der Weisheit! Sagt man.
Außerdem ist englisch alles nochmal anders. 

Samstag ist die Vierte in unseren Flat eingezogen; sie studiert auch an meiner Uni aber ich hab vergessen was da sie so leise und schüchtern gesprochen hat, dass ich eigentlich alles sofort wieder aus meinem Gedächtnis gelöscht hab. Ich glaube Law. Mit den anderen zwei Mädchen, Nishat und Jen, verstehe ich mich blendend. Mit Ersterer hab ich auch schon ein paar mal was gemacht und die andere ist relativ selten da, wir sind aber für Sonntag verabredet.

Ansonsten bin ich gerade nur auf der Suche nach einem Job und erstaunt, wie viele deutsche bzw. österreichische Restaurants oder Bars es hier gibt! Da muss ja was für mich dabei sein, irgendwo ;-)
Meine erste Bewerbung ging an eine vielversprechende Neueröffnung namens "Wurst Club London" raus. Wünscht mir Glück!



Mehr gibt es gar nicht zu erzählen - ich lache viel, genieße noch mehr, treffe viele viele Leute, sammle Eindrücke und lerne unglaublich viel; jeden Tag aufs Neue. Es könnte nicht besser sein! 


(DOCH, Moment: Hier ist alles so verflixt teuer, dass man manchmal vor Wut platzen möchte! 
In ein Carepaket darf gefüllt werden: Abschminktücher (AMYS!), Haarspray, Haarschaum (AMY!!), Shampoo und Spülung von Pantene Pro V (Color&Volumen), Nivea Visage Gesichtswasser, Wattestäbchen und Wattepads, Rexona Deo (zum rollen und zum Sprühen) und dunkle Schokolade mit Nuss sowie (shame on me) Jägermeister oder Wein.)


Lasst es euch gut gehen! Ich denke viel an Potsdam und Deutschland und freue mich immer, von euch zu lesen oder mit euch zu skypen! 

Herzlichst,

A.

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